Ein Absperrband mit der Aufschrift «Polizeiabsperrung» ist vor einem Polizeiwagen aufgespannt., © David Inderlied/dpa/Illustration

Übungsbombe mit Gift entdeckt: Verseuchte Erde muss weg

Nach dem Auslaufen hochgiftiger Flüssigkeit aus einer Übungsbombe in Schwaben muss das verseuchte Erdreich entfernt werden. Ein Bauarbeiter habe die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Dienstag bei Straßenarbeiten in Waldheim (Landkreis Günzburg) mit einer Baggerschaufel angekratzt, teilte die Polizei mit. Dabei sei gelber Rauch aufgestiegen, der sich später als giftiges Gas herausstellte. Mittlerweile sei die Bombe abtransportiert worden. Verletzt wurde niemand.

Rund um den Fundort wurde nach Angaben der Polizei eine kleine Sperrzone errichtet, Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Experten hätten festgestellt, dass der Sprengkörper eine Ampulle mit hochgiftiger Flüssigkeit enthielt, die bei Kontakt mit Sauerstoff verdampft und eine giftige Wolke bildet. Man gehe davon aus, dass das Erdreich «zeitnah» entfernt werde, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Übungsbomben sind nicht scharf und wurden zur Ausbildung und zu Abwurfübungen benutzt.