Über ein Fünftel deutscher Russlandimporte geht nach Bayern

Bayern ist im Vergleich der Bundesländer Hauptabnehmer russischer Waren in den ersten neun Monaten gewesen. Von Januar bis September gingen 22 Prozent der Wareneinfuhren aus Russland in den Freistaat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das entspricht einem Wert von 6,6 Milliarden Euro. Wegen der Explosion der Energie- und Gaspreise stiegen die Importe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wertmäßig um mehr als die Hälfte. Mengenmäßig sanken sie aber um gut 38 Prozent. Westliche Sanktionen schränken den Import russischer Waren ein.

Im Ländervergleich folgten Brandenburg mit einem Anteil von 14,2 Prozent sowie Nordrhein-Westfalen mit 11,7 Prozent. Wertmäßig machten Öl- und Gaslieferungen den Großteil der Einfuhren aus Russland nach Bayern (92,2 Prozent) und Brandenburg (98,6 Prozent) aus. Bundesweit waren es 55 Prozent. Für Nordrhein-Westfalen war das wichtigste Importgut Metall mit einem Anteil von 29,5 Prozent.