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Touristen erwünscht: Miesbach kämpft um «unter 100»

Miesbach (dpa/lby) – Enttäuschung im Landkreis Miesbach: Während Biergärten, Hotels und Seilbahnen zu Pfingsten vielerorts in Bayern öffnen, bleibt hier erst einmal alles dicht. Als einer der wenigen Landkreise im Süden Oberbayerns liege der Inzidenzwert noch über 100 und eine Öffnung von Gastronomie, Hotellerie und Freizeitanbietern am 21. Mai sei ausgeschlossen, teilte Landrat Olaf von Löwis (CSU) am Mittwoch mit.

«Das gemeinsame Ziel des Landkreises und im Sinne aller ist klar: möglichst schnell und konstant unter den Inzidenzwert von 100 zu gelangen.» Das solle nun in einer Aktion mit Rücksicht und Solidarität erreicht werden, für die seit Mittwoch in den sozialen Medien geworben werde.

«Angesichts sinkender Infektionszahlen blicken die Landkreise am Alpenrand hoffnungsvoll auf die Pfingstferien – bis auf Miesbach. Leider verschärft sich hier die Situation für unsere Gastronomie und touristischen Betriebe: Rundherum machen alle auf, nur wir müssen noch warten», fasste von Löwis zusammen.

Sein Landratsamt hatte im Januar im Landkreis touristische Ausflüge für Besucher aus anderen Gegenden verboten, als die Inzidenz über 200 stieg. Von Löwis hatte damals zuvor per SMS einen Hilferuf an den Ministerpräsidenten und Parteikollegen Markus Söder geschickt: Der Tagestourismus ufere vor allem am Spitzingsee und Schliersee aus, schrieb von Löwis damals laut Landratsamt. Der Appell, zu Hause zu bleiben, müsse durch Regeln bei der Ausgangsbeschränkung untermauert werden, forderte er.

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