Ein gepanzertes Fahrzeug der Taliban vor einer Moschee., © AP/dpa

Tote bei Kämpfen zwischen Taliban und Widerstandsgruppen

In Afghanistan ist es erneut zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den regierenden Taliban und Widerstandsgruppen gekommen.

Die Widerstandsgruppe «Nationale Befreiungsfront» (NRF) meldete am Dienstagabend, dass sie 71 Taliban getötet habe. Die Taliban, die seit August 2021 wieder an der Macht sind, haben nach eigenen Angaben derweil 40 «Rebellen» in der Provinz Pandschir getötet. Weitere 101 Widerstandskämpfer seien verhaftet worden. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Die rund 170.000 Einwohner zählende Provinz Pandschir nördlich von Kabul gilt traditionell als Hochburg des Widerstands gegen die Taliban. Umso größer war der Rückschlag für alle Taliban-Gegner, als die neuen Machthaber das Tal mit seinem steilen und schroffen Gebirge im September vergangenen Jahres doch einnehmen konnten. Das Pandschir-Tal gilt auch als Geburtsort der NRF.

Die USA und Großbritannien, die beide bis 2021 mit ihren Truppen in Afghanistan waren, wollen den bewaffneten Widerstand gegen die Taliban dieses Jahr nicht unterstützen. Die Kämpfe in Pandschir verschärfen sich aber offenbar dennoch.