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Tomographie von Wolken? Würzburger Satelliten ebnen Weg

Würzburg (dpa/lby) – Würzburger Wissenschaftler wollen im neuen Jahr den Weg bereiten, um von 2022 an mithilfe von Verfahren ähnlich der Computertomographie ins Innere von Wolken zu blicken. Ziel sei es, durch die Struktur und die Bestandteile von Wolken mehr zu erfahren über Umweltverschmutzung und Klimaveränderung, erklärt der Kleinsatelliten-Forscher Klaus Schilling vom unabhängigen Forschungsinstitut Zentrum für Telematik (ZfT).

«Alle bisherigen Satellitenmissionen schauen sich vor allem das Äußere einer Wolke an.» Die Wissenschaftler, darunter ein Wolkenspezialist und ein Experte für Computertomographie aus Israel, wollen 2022 Jahr dann mit zehn Nano-Satelliten detaillierte Aufnahmen der inneren dreidimensionalen Struktur von Wolken ermöglichen (CloudCT). Die Vorarbeit leisten derzeit vier kleine Satelliten des ZfT, die Ende September 2020 von Russland aus in den Weltraum geschickt wurden.