© Tobias Schmalfuß

Tod eines Busfahrers: Beschuldigter soll in eine psychiatrische Anstalt

Anfang Juli ist ein polnischer Busfahrer am Hofer Hauptbahnhof bei einer Messerattacke ums Leben gekommen. Ein 43-jähriger Mann aus dem Vogtland soll ihn niedergestochen haben. Die Staatsanwaltschaft Hof hat die Ermittlungen jetzt abgeschlossen. Sie legt dem vermeintlichen Täter vorsätzliche Körperverletzung und Totschlag zur Last. Laut einem Sachverständigen leidet der Mann aber an einer psychischen Krankheit. Seine Schuldfähigkeit wäre damit zum Zeitpunkt der Tat aufgehoben gewesen. Der Beschuldigte kann deshalb nicht strafrechtlich verurteilt werden.

Stattdessen soll das Landgericht Hof den Mann auf Antrag der Staatsanwaltschaft in einer psychiatrischen Anstalt unterbringen. Der Beschuldigte soll den Busfahrer am 6. Juli mit einem Taschenmesser in den Hals- und Nackenbereich gestochen haben, als dieser einen Streit schlichten wollte. Der Fahrer ist noch am Tatort verstorben.