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Tierärzte rufen zur Impfung gegen Blauzungenkrankheit auf

München (dpa/lby) – Nach dem Ausbruch der Blauzungenkrankheit in westdeutschen Bundesländern haben Tierärzte im Freistaat die Landwirte zur Vorsorge aufgerufen. Geringe finanzielle Investitionen in die Impfung seien große Investitionen in die Tiergesundheit, den Tierschutz und den freien Handel mit Tieren, erklärten die Bayerische Landestierärztekammer und der Landesverband der praktizierenden Tierärzte am Mittwoch. Halter von Rindern und Schafen sollten ihre Tiere impfen lassen. In Bayern sind bislang keine Krankheitsfälle bekannt. Landkreise an der Grenze zu Baden-Württemberg sind nach Angaben der Landestierärztekammer aber Teil von Sperrzonen.

In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland wurde bei Tieren die Blauzungenkrankheit festgestellt. In Teilen Hessens und Nordrhein-Westfalens richteten die Behörden zudem Sperrzonen ein.

Die Blauzungenkrankheit ist eine virusbedingte, meist akut verlaufende Krankheit, die vor allem Schafe, Ziegen und Rinder befallen kann. Sie wird durch Stechmücken übertragen, für den Menschen ist sie ungefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden.