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FCI mit Glücklos-Coach Nouri im freien Fall: «Geht so nicht»

Sandhausen (dpa/lby) – Mit Alexander Nouri sollte beim FC Ingolstadt alles besser werden, das Gegenteil ist eingetreten. Nach dem heftigen 0:4 (0:1) beim bis Freitagabend in Heimspielen punkt- und torlosen SV Sandhausen ist beim Tabellenletzten der 2. Fußball-Bundesliga der Trainerwechseleffekt vollkommen verpufft. Braucht es vielleicht bald einen neuen Impuls von außen? Es war die sechste Niederlagen am Stück, die vierte unter Nouri, dem nur Durchhalteparolen bleiben.

«Es geht einfach weiter für uns», sagte Nouri im Hardtwaldstadion. «Wir müssen zusammenstehen, noch enger zusammenrücken und uns die Glücksmomente hart erarbeiten in der Liga.» Nouri beklagte Fehler und Eigenverschulden bei der «verdienten» Niederlage. In einer Woche geht’s gegen den MSV Duisburg, der ebenfalls unten drinsteckt.

Ironie des Abends für die FCI-Verantwortlichen war: Bei Sandhausen feierte der neue Coach Uwe Koschinat mit den Toren von Andrew Wooten (7. Minute/Foulelfmeter), Denis Linsmayer (66.) und dem zweimal erfolgreichen Fabian Schleusener (78./86.) einen idealen Einstand.

Nouri dagegen agiert mit allem, was er tut, glücklos. In Sandhausen wechselte er den Torwart, aber Philipp Heerwagen hatte nicht mehr Spielglück als zuvor Marco Knaller. Das zweite Gegentor verschuldete Heerwagen gemeinsam mit Innenverteidiger Benedikt Gimber.

Nouri beklagte einmal mehr zu viele «unforced errors», also unnötige Fehler. Los ging es schon in der Anfangsphase, als Kapitän Marvin Matip mit einem ungeschickten Abwehrverhalten gegen Sandhausens Doppeltorschützen Schleusener den Elfmeter zum 0:1 verschuldete.

«Das war jetzt schon der dritte Elfmeter im vierten Spiel», stöhnte Nouri: «Durch Eigenverschulden sind wir ins Hintertreffen geraten.» Mittelfeldspieler Konstantin Kerschbaumer hielt fest, dass man sich mit falschen Entscheidungen stets selbst «das Genick breche».

Nouris Versuch, mit Angreifer Charlison Benschop für Abwehrspieler Matip nach der Pause «die fehlende Durchschlagskraft im letzten Drittel» zu verbessern, schlug auch fehl. «Ich wollte mehr Präsenz», sagte der Coach. Das Gegenteil trat ein, die Schanzer begünstigten ihren Untergang mit weiteren Patzern. «Das 2:0 hat uns komplett aus dem Rhythmus gebracht», analysierte Nouri. Was dann passierte, stieß ihm übel auf: «Wir haben die Ordnung verloren. Das geht so nicht. Das müssen wir schleunigst abstellen.» Schon im Heimspiel gegen Duisburg.