Thomas-Mann-Preis 2022 geht an US-Erzähler Franzen

Die Hansestadt Lübeck und die Bayerische Akademie der Schönen Künste verleihen ihren gemeinsam vergebenen Thomas-Mann-Preis in diesem Jahr an den US-Schriftsteller Jonathan Franzen. Spätestens mit seinem dritten Roman «The Corrections» (dt.: «Die Korrekturen») von 2001 habe sich der 1959 geborene Schriftsteller in die Weltliteratur der Gegenwart geschrieben, hieß es dazu am Freitag in einer Mitteilung der Hansestadt. Der Preis wird seit 2010 im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen und ist mit 25.000 Euro dotiert.

Franzen (62) erhalte ihn für sein erzählerisches Werk, das die Tradition des großen Gesellschafts- und Familienromans, verbunden mit Namen wie Tolstoi, Dostojewski und Thomas Mann, im 21. Jahrhundert wiederbelebt habe. Die Verleihung durch Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) und den Präsidenten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Winfried Nerdinger, ist für den 16. September in den Lübecker Kammerspielen angesetzt. Davor wird Preisträger Franzen am Nachmittag in deutscher Sprache aus seinem aktuellen Roman «Crossroads» lesen.