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Theaterschauspieler Götz Argus ist tot

München (dpa/lby) – Der Theater- und TV-Schauspieler Götz Argus ist tot. Er sei Ende März nach längerer Krankheit mit 57 Jahren in seinem Haus im Odenwald gestorben, teilte das Residenztheater am Mittwoch in München mit. Argus gehörte dort von 2011 bis 2018 zum Ensemble des Staatsschauspiels unter Intendant Martin Kusej. Fernsehzuschauer kennen ihn unter anderem aus der RTL-Serie «Der Knastarzt». Auch in der ARD-Mini-Serie «Speer und er» von Heinrich Breloer war er zu sehen.

Kunstminister Bernd Sibler (CSU) würdigte Argus als unverwechselbaren Charakterkopf. Mit sonorer Stimme und souveräner, künstlerischer Meisterschaft habe er seinen Rollen Leben und Glaubwürdigkeit verliehen. «Er wird fehlen – und das Publikum wird ihn noch lange in Erinnerung behalten», sagte Sibler.

Argus wurde am 6. April 1961 in Greiz in Thüringen geboren. Nach einer Lehre zum Kunsttischler studierte er Schauspiel in Leipzig. Am Münchner Residenztheater war er unter anderem in Frank Castorfs Inszenierungen «Baal» oder «Kasimir und Karoline» zu sehen. Auftritte hatte er auch an der Oper am Rhein und an der Königlichen Oper Madrid. Von 1996 bis 2006 war er nach Angaben des Residenztheaters auch im Ensemble des Düsseldorfer Schauspielhauses.