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Tarifreform im MVV: Übersichtlicher und teils günstiger

München (dpa/lby) – Einfacher, übersichtlicher – und zum Teil sogar billiger: Im Münchner Verkehrsverbund (MVV) greift zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember auch eine grundlegende Tarifreform. Das Verbundgebiet wird dann in nur noch sieben Tarifzonen eingeteilt. Die bisherige, oft als unübersichtlich empfundene Unterscheidung in Ringe, Zonen und Räume entfällt. So deckt die neue Zone M künftig das komplette Gebiet der Landeshauptstadt sowie einige umliegende Gemeinden ab, wie der MVV am Mittwoch mitteilte. Zudem führen künftig keine Tarifgrenzen mehr durch geschlossene Ortschaften, und viele Orte beziehungsweise Haltestellen gehören zu zwei Tarifzonen.

Für Streifen-, Abo- und Jahreskarten werde es höhere Rabatte geben, der Geltungsbereich vieler Tickets ausgeweitet, hieß es. In der Konsequenz hätten nahezu alle Fahrgäste Vorteile durch die Reform. Gelegenheitsfahrer allerdings müssen tiefer in die Tasche greifen: Die Einzelfahrkarte im Stadtgebiet kostet künftig 3,30 Euro statt wie bislang 2,90 Euro.

Mehr als 720 Millionen Fahrgäste sind im vergangenen Jahr im MVV mit Bus und Bahn unterwegs gewesen, bei rund drei Millionen Einwohnern in der Region. Das entspricht etwa zwei Millionen Fahrten pro Tag.