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Südkorea interessiert sich für Naturschutz am Grünen Band

Eisenach/Seoul (dpa) – Thüringen will dem ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen als erstes Bundesland noch in diesem Jahr den Schutzstatus eines Nationalen Naturmonuments verleihen. Das Gesetz zum Grünen Band, das derzeit im Erfurter Landtag beraten wird, stößt auf Interesse auch in Südkorea. Vertreter des südkoreanischen National Nature Trusts informieren sich derzeit auf einer Konferenz in Eisenach über das Gesetzesprojekt sowie den Naturschutz entlang dem ehemaligen Todesstreifen.

Sie besuchten auf Einladung von Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) auch einen Abschnitt des Grünen Bandes an der Landesgrenze zwischen Thüringen und Hessen bei Ifta. Auf der koreanischen Halbinsel zieht sich eine demilitarisierte Zone ebenfalls wie ein grünes Band durch das geteilte Land.

Das Grüne Band an der ehemaligen innerdeutschen Grenze hat eine Länge von 1393 Kilometer, davon liegen 763 Kilometer in Thüringen. Die Schutzgebietskategorie Naturmonument war 2010 im Bundesnaturschutzgesetz geschaffen worden.