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Stürmische Nacht: Entwurzelte Bäume und Zugausfälle

München (dpa/lby) – Stürmisches Wetter hat in Bayern für Streckensperrungen bei der Bahn und zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. In der Nacht zum Dienstag stürzten Bäume auf Bahnstrecken und beschädigten Oberleitungen, so dass viele Züge ausfielen, wie die Bahn am Dienstag mitteilte. Die Reparaturarbeiten zogen sich über den Tag, die Strecken bei Hersbruck in Mittelfranken, zwischen Rosenheim und Kolbermoor, Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen sowie Penzberg und Kochel waren noch am Mittag gesperrt. Die meisten anderen Strecken konnten wegen des am Morgen nachlassenden Sturms jedoch schnell wieder freigegeben werden, so die Bahn.

Auch die Feuerwehr musste wegen des Unwetters oft ausrücken. Zirka 120 Einsätze habe es in den oberbayerischen Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim und Garmisch-Partenkirchen wegen umgestürzter Bäume, blockierter Straßen und Kleinbränden durch heruntergerissene Stromleitungen gegeben, so die Leitstelle Weilheim. Größere Schäden oder verletzte Personen seien jedoch nicht zu verzeichnen.

Auch Gebäude waren von dem Sturm betroffen. So kam es im Ostallgäu zu abgedeckten Dächern, in Salzburg im Nachbarland Österreich musste die historische Festung wegen teils starker Schäden gesperrt werden. Verkehrsunfälle durch blockierte Straßen und umgeworfene Anhänger verliefen glimpflich. Der Deutsche Wetterdienst warnte noch am Vormittag vor weiteren Sturmböen.