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Studie: Stadion kann zweitligatauglich gemacht werden

München (dpa/lby) – Das Grünwalder Stadion in München kann laut einer Machbarkeitsstudie so ausgebaut werden, um darin Zweitliga-Fußball zu spielen. Das teilte die Stadt am Freitag mit und veröffentlichte damit das Ergebnis einer entsprechenden Überprüfung durch das Architektenbüro Albert Speer und Partner. Dieses kam zu dem Schluss, dass das altehrwürdige Stadion im Stadtteil Giesing von aktuell 15 000 Plätzen auf maximal 18 060 vergrößert werden könne. Zudem sei es möglich, das Stadion weiter zu überdachen, um die Anforderungen für einen Spielbetrieb in der 2. Bundesliga zu erfüllen. Dadurch könnten auch Lärmschutzvorrichtungen für Anwohner angebracht werden.

Das Stadion an der Grünwalder Straße ist die Heimstätte des TSV 1860 München, dessen Auftaktpartie der neuen Saison in der 3. Liga am Freitagabend (19.00 Uhr) gegen Preußen Münster geplant war.

Die «Löwen» waren 2017 nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga aus der Allianz Arena des Stadtrivalen FC Bayern ausgezogen und in das Grünwalder Stadion zurückgekehrt. Seitdem war offen, ob sie bei einer möglichen Rückkehr in die 2. Liga in ihrer Heimarena bleiben könnten und wie weit man das Traditionsstadion ausbauen kann.

«Das Ergebnis der Studie überrascht mich, ich hätte erwartet, dass die Zuschauerkapazität im Grünwalder Stadion deutlicher gesteigert werden kann», sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der den Ausbau unterstützt. «Daher werde ich dem Stadtrat vorschlagen, dass die Stadt die notwendigen knapp 30 Millionen Euro in die Erweiterung und in die Zweitligatauglichkeit – also auch eine komplette Überdachung – investiert. Die Zukunft des TSV 1860 München in Giesing wäre für die 2. Liga dann gesichert», schrieb er bei Facebook.