Stromtrassen: Leupoldsgrün hat erhebliche Bedenken

Sie sind eines der größten Streitthemen in der Euroherz-Region – die geplanten Stromtrassen vom Norden in den Süden Deutschlands. Davon betroffen ist auch die Gemeinde Leupoldsgrün. Bürgermeisterin Annika Popp hat am Abend im Gemeinderat über den aktuellen Stand der Planungen und den Trassenverlauf informiert.

Vor gut zwei Wochen hat die Bundesnetzagentur festgelegt, auf welchen Routen die Trassen verlaufen könnten. Die Alternativen hat die Firma TenneT erarbeitet, die auf Vorschläge der Öffentlichkeit beruhen. Eine Variante entlang der A9 würde direkt durch Leupoldsgrün verlaufen. Die dortige Bürgerinitiative gegen die Stromtrassen hat vor allem Bedenken, dass die unterirdischen Erdkabel den Boden beeinflussen könnten. Das habe erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Daneben fiele Baugebiet für Wohnungen und Gewerbe in Leupoldsgrün weg. Geht es nach Popp, solle man lieber in Erneuerbare Energien investieren. Eine Entscheidung über den Trassenverlauf soll bis zum Herbst fallen.