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Streit um Vertrag: Freiherr von Gumppenberg verklagt Bistum

Bayerbach (dpa/lby) – Dietrich Freiherr von Gumppenberg (79), PR-Fachmann und ehemaliger FDP-Landtagsabgeordneter, will das Bistum Regensburg verklagen. Auslöser ist der Abriss des Pfarrhauses in Bayerbach (Landkreis Landshut). Gumppenberg verweist auf eine Vereinbarung, die 1830 zwischen seinen Vorfahren und der Kirche getroffen worden sei, und wirft dem Bistum Vertragsbruch vor. Dieses weist den Vorwurf zurück.

Der Vereinbarung zufolge habe die Familie von Gumppenberg der Kirche unentgeltlich rund 8000 Quadratmeter Grund für ein neues Gotteshaus sowie für den Friedhof und das Pfarrhaus zur Verfügung gestellt, sagt von Gumppenberg. Im Gegenzug sollten Pfarrstelle und -haus dauerhaft erhalten bleiben. Die Pfarrstelle sei schon lange nicht mehr besetzt und nun habe das Bistum das Pfarrhaus abreißen lassen. «Ich bin mehr als enttäuscht», sagt der 79-Jährige. Er fordert über seinen Anwalt eine Rückübertragung der Grundstücke oder eine finanzielle Ablöse.

Das Bistum sieht den Fall anders. Ein Sprecher sagt, die genannten Vereinbarungen stünden so lediglich in einem Stiftungsprotokoll; nicht aber im notariellen Abtretungsakt, dem Stiftungsbrief. Und nur dieser sei rechtsverbindlich.

Im Stiftungsbrief stehe, so schreibt Generalvikar Michael Fuchs an von Gumppenbergs Anwalt, den damaligen Stiftern sei es um zwei Ziele gegangen: die Seelsorge in dem Ort zu stärken sowie die Schul- und Jugendbildung zu fördern. Über die Pfarrgemeinschaft mit Ergoldsbach sei auch Bayerbach weiterhin von einem Pfarrer betreut, und bei dem geplanten Neubau handele es sich um ein Pfarr- und Jugendheim. Die Stiftungsziele seien erfüllt.