Linus Straßer aus Deutschland reagiert., © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Straßer wird Dritter im Slalom und erinnert an Mittermaier

Skirennfahrer Linus Straßer hat bei seinem Lieblingsslalom in Adelboden erneut das Podest erreicht und einen Monat vor der WM in Frankreich seine gute Form bestätigt. Der 30-Jährige, der nach einer Grippe angeschlagen an den Chuenisbärgli gereist war, belegte am Sonntag mit 0,92 Sekunden Rückstand auf den norwegischen Sieger Lucas Braathen Platz drei. Zweiter wurde Braathens Landsmann Atle Lie Mcgrath (+0,71).

«Es ist das beste Rennen im Weltcup-Kalender», schwärmte Straßer, der schon zweimal in seiner Laufbahn auf dem Treppchen in Adelboden stand. «Jeder, der einen tollen Weltcup sehen will, muss hier gewesen sein.»

Für den Athleten vom TSV 1860 München war es der siebte Slalom-Podestplatz in seiner Karriere, der zweite in diesem Winter. Straßer startete nach dem Tod von Alpin-Ikone Rosi Mittermaier mit einem Trauerflor. «Die Rosi hat einen Grundstein für das gelegt, wo wir heute sind. Den Ski-Boom, den sie damals ausgelöst hat, den können wir uns alle gar nicht vorstellen. Sie ist einfach eine ganz tolle Frau gewesen», sagte Straßer im ZDF.

Die Mutter von Felix Neureuther, die seit ihren zwei Siegen bei den Olympischen Spielen 1976 «Gold-Rosi» genannt wurde, war am Mittwoch nach schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren gestorben.

Anton Tremmel komplettierte das gute deutsche Ergebnis in Adelboden und erreichte mit Platz 13 sein bestes Weltcup-Resultat in einem Einzelrennen. «Der Steilhang ist mir zweimal gut gelungen. Ich habe heute probiert, unkompliziert zu fahren», kommentierte Tremmel die besten Fahrten seiner Karriere. Sebastian Holzmann, David Ketterer, Adrian Meisen und Fabian Himmelsbach hatten den Finaldurchgang der besten 30 klar verpasst.