Weißstörche rasten in Mittelfranken auf den Wässerwiesen des Rednitztals., © Daniel Löb/dpa

Störche sammeln sich in Wässerwiesen an der Rednitz

Zahlreiche Störche staksen derzeit durch die Wässerwiesen des mittelfränkischen Rednitztals. «Aktuell beginnt die Zugzeit, das heißt, die Störche sammeln sich in kleineren und größeren Trupps in den Talauen, dort sind jetzt manchmal über Tage bis über 100 oder sogar 200 Störche zu sehen», erläuterte die Storchenexpertin des Landesbunds für Vogelschutz, Oda Wieding, am Freitag. Die Wässerwiesen im Rednitzgrund südlich von Nürnberg seien ein beliebter Treffpunkt.

Wässerwiesen sind eine alte Landwirtschaftskultur. Dabei wird über ein Grabensystem Wasser auf die Wiesen verteilt, was den Störchen reiche Beute bringt. «Mäuse, Regenwürmer, Heuschrecken etc. fliehen vor dem Wasser und lassen sich an den Rändern leicht absammeln», erläuterte Wieding. Der Bestand an Störchen im Freistaat sei in den vergangenen Jahren gestiegen, auf zuletzt über 1000 Brutpaare in Bayern.

Viele Tiere fliegen am Ende des Sommers in großen Trupps gemeinsam gen Süden. Dabei lernen die Jungstörche von den erfahrenen Altstörchen die besten Rastplätze, Waldstücke für gute Thermik oder auch Talzüge und Höhenrücken für die Orientierung kennen.