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Stellwerksschaden bremst Zugverkehr im Ruhrgebiet aus

Duisburg (dpa) – Ein Kurzschluss in einem Stellwerk bei Duisburg hat am Mittwoch bis in die Mittagsstunden den Zugverkehr auf einer der wichtigsten Achsen durch das Ruhrgebiet ausgebremst.

Seit der Nacht zu Mittwoch konnte der Hauptbahnhof Duisburg nicht angefahren werden. Die Zuglinien des Nah- und Fernverkehrs konnten nach Bahnangaben auf dem Abschnitt zwischen Essen und Düsseldorf stundenlang gar nicht fahren, machten frühzeitig kehrt, fielen aus oder wurden umgeleitet. Einzelne ICEs und ICs, die normalerweise den so wichtigen Knotenpunkt Duisburg passieren, wurden umgeleitet. Reisende mussten dann Verspätungen in Kauf nehmen und konnten in vielen Ruhrgebietsbahnhöfen weder ein- noch aussteigen.

Am Mittag gab es Entwarnung

Am Mittag – etwa zwölf Stunden nachdem der Schaden kurz vor Dienstagmitternacht aufgefallen war – gab die Bahn Entwarnung: Die Reparatur sei abgeschlossen, der Zugbetrieb könne Linie um Linie wieder aufgenommen werden. Es sei aber bis in die Abendstunden hinein weiter mit Einschränkungen wie hohen Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen, sagte eine Bahnsprecherin.

«Wir entschuldigen uns bei den Reisenden für entstandene und noch andauernde Probleme», so die Sprecherin. Die ganze Nacht hätten die Fachleute an der Schadensbehebung gearbeitet. Das Stellwerk müsse nach und nach wieder hochgefahren werden. Bis der Bahnverkehr reibungslos laufe, werde auch der Ersatzverkehr aufrecht erhalten. Seit dem Morgen waren etwa 60 Taxis und sieben Busse im Einsatz, um gestrandete Pendler und Reisende doch noch ans Ziel zu bringen.

Ausgelöst worden waren die massiven Probleme laut Bahnsprecherin durch einen Kabelschaden an den Gleisen in der Nähe des Stellwerks. Dadurch habe es einen Kurzschluss an einer wichtigen Anlage in dem Stellwerk gegeben, in dessen Folge der Bahnverkehr rund um das Stellwerk nicht mehr gelenkt werden konnte und zum Erliegen kam. Auf den für Pendler so wichtigen Streckenabschnitten zwischen Essen und Düsseldorf sowie Oberhausen und Düsseldorf waren zeitweise alle Linien betroffen.

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