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Starker Euro drückt auf Linde-Umsatz: Praxair-Fusion im Plan

München (dpa) – Der vor der Fusion mit Praxair stehende Industriegasekonzern Linde hat im ersten Quartal unter den Folgen des starken Euro gelitten. Der Umsatz sank um acht Prozent auf 4,04 Milliarden Euro – trotzdem stieg das operative Ergebnis dank wachsender Gewinnmargen in Europa und Asien um vier Prozent auf 1,08 Milliarden Euro. Linde bekräftigte am Mittwoch seine Jahresprognose sowie das Ziel, die Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair in der zweiten Jahreshälfte abzuschließen.

Die Frist der EU-Kommission zur Prüfung des Zusammenschlusses läuft bis zum 9. August, auch die Genehmigung der US-Kartellwächter steht noch aus. Linde und Praxair wären bei einem Zusammenschluss Weltmarktführer in der Branche und müssen einen Teil ihrer Geschäfte abgeben. Schwierig werden könnte es auch in den USA und Brasilien, da sich das Geschäft beider Unternehmen dort stark überschneidet. Die Gesprächen mit den «Behörden und parallel dazu mit potenziellen Käufern» liefen, teilte Linde in München mit.