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Stadttheater Landshut hofft auf weitere Fördermittel

Landshut (dpa/lby) – Die Corona-Krise trifft Bayerns Kommunen finanziell hart – ob sich das auf die Sanierung des Stadttheaters Landshut auswirkt, ist noch unklar. Voraussichtlich im März soll im Stadtratsplenum der Haushalt verabschiedet werden, wie ein Rathaussprecher sagte. Für die Sanierung waren zuletzt rund 80 Millionen Euro veranschlagt. Das Stadtratsplenum hatte im Herbst einem Entwurf für den Theaterbau zugestimmt.

Der Freistaat Bayern sagte umgehend Hilfe zu. «Mir liegt das Stadttheater Landshut sehr am Herzen. Es leistet wertvolle Kulturarbeit vor Ort und bereichert das kulturelle Leben in Bayern», betonte Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Sonntag. Es stehe zwar zunächst die Stadt Landshut in der Pflicht, sagte Sibler. Der Freistaat werde jedoch sein Wort halten und die Stadt wie vereinbart bei dem Projekt unterstützen. «Daran wird auch Corona nichts ändern», sagte Sibler.

Ein Sprecher des Landestheaters Niederbayern, zu dem das Stadttheater Landshut – neben den Standorten Straubing und Passau – gehört, sagte, der Freistaat stehe zu seiner Zusage, 75 Prozent der förderfähigen Kosten zu übernehmen. Möglicherweise kämen Bundesmittel hinzu, so dass die Stadt einen Eigenanteil von zehn bis zwölf Millionen Euro aufbringen müsste, sagte der Sprecher. Eine Entscheidung hierfür stehe noch aus. Das Theater sammelt zudem Spenden.

Nachdem die Stadt Landshut Ende Oktober 2019 überlegt hatte, die Sanierung aus Kostengründen zu stoppen, gab es massiven Protest. Daraufhin beschloss im Dezember 2019 der Stadtrat, im Jahr 2020 Planungen für die Sanierung zunächst fortzusetzen. Diese Planungen sollen dem Theatersprecher zufolge auch 2021 zunächst weitergehen.

Das Stadttheater Landshut ist seit mehreren Jahren wegen der Sanierung geschlossen. Das Ensemble spielte – solange Corona dies noch erlaubte – stattdessen in einem Zelt am Stadtrand. Angesichts der Pandemie verlegte das Theater seine Aufführungen ins Internet – die Stücke der laufenden Saison sind online abrufbar.