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Staatsschutz ermittelt wegen Brandanschläge auf Funkmasten

Nürnberg (dpa/lby) – Unbekannte haben Brandanschläge auf zwei Funkmasten in Nürnberg verübt. Der Staatsschutz prüfe derzeit ein Bekennerschreiben, das auf einer Online-Plattform der linken Szene veröffentlicht worden sei, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Aktuell gingen die Fachleute davon aus, dass dieses authentisch sei. Es gebe daher keine Zweifel an einer vorsätzlichen Brandstiftung. Medien hatten zuvor darüber berichtet.

Die beiden Funkmasten waren in der vergangenen Woche in der Nacht zum Montag beinahe zeitgleich in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr konnte die Brände nach Angaben der Polizei schnell löschen. Verletzt wurde niemand.

Dem Bekennerschreiben vom Freitag zufolge betreibt das bayerische Landeskriminalamt die Funkmasten. Mit den Anschlägen habe man die Polizei angreifen wollen, hieß es weiter. Der Polizeisprecher sagte dazu, dass die beiden Masten für den behördlichen Funk vorgesehen seien.

Auch in München gibt es seit immer wieder Anschläge auf die Infrastruktur, die Ermittler linksextremen Straftätern zuordnen. Verdächtige konnten sie bisher aber nicht ermitteln.

So waren im Mai nach einem offenbar absichtlich gelegten Feuer in einer Baugrube rund 50 Stromkabel der Mittelspannung zerstört worden und in mehreren Stadtteilen der Landeshauptstadt der Strom ausgefallen. In einem anonymen Bekennerschreiben hieß es, das Ziel sei in erster Linie ein Rüstungskonzern am Münchner Ostbahnhof gewesen. Die Ermittlungen laufen noch.

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