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Staatsregierung will Zusammenarbeit der Medien fördern

München (dpa/lby) – Die bayerischen Rundfunksender und Verlage wollen im Wettbewerb mit den großen Internetkonzernen mehr zusammenarbeiten. Nach einem Spitzengespräch am Montag in München sagte Medienminister Georg Eisenreich (CSU), es gebe das gemeinsame Verständnis, dass die großen Themen der Digitalisierung nur vernetzt bewältigt werden könnten. Die Staatsregierung werde das mit einer neuen Medienstandort-Agentur fördern. Sie solle Bayern als deutschen «Medienstandort Nummer eins» auch international vermarkten.

«Dass es keinen Sinn macht, allein zu agieren, das ist die Botschaft des heutigen Tages», sagte Eisenreich. Der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, habe seinen Vorschlag für eine gemeinsame Internet-Plattform deutscher oder europäischer Fernsehsender vorgestellt, sagte der Medien- und Digitalminister. In den nächsten Monaten wollten die bayerischen Medien vertieft über Zusammenarbeit, Kartellrecht, Regulierung und den Ausgleich zwischen Datenschutz und datenbezogenen Geschäftsmodellen beraten.

Über den Vorschlag des stellvertretenden ProSiebenSat.1-Chefs Conrad Albert, Beitäge von Privatsendern über Politik und Gesellschaft mit Steuergeldern zu fördern, sei nicht gesprochen worden, sagte der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien, Siegfried Schneider. An dem Spitzengespräch nahmen auch der Vorsitzende des Verbands bayerischer Zeitungsverleger, Andreas Scherer, Hubert-Burda-Media-Chef Paul-Bernhard Kallen, Vodafone-Manager Manuel Cubero, Constantin-Film-Chef Martin Moszkowicz und Lars Janssen vom Computerspiel-Verband Games teil.