Sankt Paulis Trainer Timo Schultz., © Christian Charisius/dpa/Archivbild

St.-Pauli-Trainer Schultz: «Da ist noch soviel möglich»

FC St. Paulis Trainer Timo Schultz interessiert im Saisonendspurt der 2. Fußball-Bundesliga die in der Tabelle näherrückende Konkurrenz nicht. Auch nicht, dass der Stadtrivale Hamburger SV wieder ganz dicht herangekommen ist. «Mein Fokus liegt mit Sicherheit nicht darauf, wer mich einholen kann, sondern auf denen, die vor mir stehen, dass ich noch an denen vorbeikomme», sagte er am Mittwoch bei der Pressekonferenz zum Spiel gegen den 1. FC Nürnberg am Freitag (18.30 Uhr/Sky).

Der Kiezclub rangiert vor dem drittletzten Spiel an vierter Stelle und war am vergangenen Wochenende durch das 1:2 gegen Darmstadt 98 erstmals nach langer Zeit aus den Aufstiegsplätzen gefallen. Der HSV ist als Tabellenfünfter bis auf zwei Punkte herangekommen, Freitag-Gegner Nürnberg liegt drei Zähler hinter dem FC St. Pauli.

Vor allem dank der starken Hinrunde galt das Team von Trainer Schultz lange als aussichtsreicher Kandidat für den Aufstieg in die Bundesliga. Nun droht die Mannschaft ihre Chance zu verspielen. Daher ist ein Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg Pflicht.

«Das ist erst am 34. Spieltag durch. Da ist noch soviel möglich», meinte der 44-jährige Schultz. Sein Team habe noch «drei Kracherspiele» gegen Nürnberg, bei Schalke 04 und gegen Fortuna Düsseldorf vor sich. «Das ist das, was wir beeinflussen können. Alles andere – wie spielen die anderen, wie sieht die Tabellenkonstellation aus, Punktevorsprung, -rückstand -, das ist spekulativ», sagte er. «Und Hätte, Wenn und Aber – das war noch nie meine Stärke.»

Gegen den 1. FC Nürnberg muss Schultz auf die gelb-gesperrten Mittelfeldspieler Marcel Hartel und Jackson Irvine ebenso verzichten wie auf Verteidiger Marcel Beifuß, der im U23-Spiel die Rote Karte gesehen hatte. Zudem ist Eric Smith weiter verletzt.