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«Spur der Verwüstung» nach Geldautomaten-Sprengung

Hiltpoltstein (dpa/lby) – Ein lauter Knall hat Anwohner einer Bankfiliale im Landkreis Forchheim nach einer Geldautomaten-Sprengung in der Nacht zum Montag aus dem Schlaf gerissen. «Eine Spur der Verwüstung» hatten die unbekannten Täter hinterlassen, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Die Unbekannten hatten Gas in den Geldautomaten in der Filiale in Hiltpoltstein (Landkreis Forchheim) geleitet und nach der Sprengung Bargeld im mittleren fünfstelligen Eurobereich gestohlen. Den Sachschaden am Gebäude und der Inneneinrichtung schätzten die Ermittler auf mindestens 200 000 Euro.

Polizeihubschrauber und mehrere Polizeistreifen fahndeten nach den unbekannten Tätern. Die Kriminalpolizei Bamberg und eine Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA) haben die Ermittlungen aufgenommen.

In Bayern werden immer wieder Geldautomaten in die Luft gejagt. Dem LKA zufolge konnten Kriminelle so seit Jahresbeginn allein im Freistaat mehr als 1,4 Millionen Euro erbeuten. Die Zahl der gesprengten Automaten bewegt sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2019.