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SPD verlangt flächendeckende Verkehrsverbünde im Nahverkehr

München (dpa/lby) – Beim Ausbau des Nahverkehrs kommt Bayern nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion nicht vom Fleck. Vor allem fehlten flächendeckende Verbünde, «bei denen Fahrpläne aufeinander abgestimmt sind und Fahrscheine gegenseitig anerkannt werden», kritisierte Fraktionschef Horst Arnold in München. 35 unterschiedliche Verbünde seien zu viel und entsprächen nicht den Bedürfnissen der Bürger. Arnold bemängelte, dass sich seit vergangenen Oktober fast nichts getan habe.

Damals habe die Staatsregierung mitgeteilt, dass von den 96 Landkreisen und kreisfreien Städten lediglich 50 von Verkehrsverbünden mit einem gemeinsamen Tarif für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erschlossen sind. In 7 Landkreisen gab es keine Tarif- oder Verkehrsverbünde (Stand: 1. Januar 2019).

In einer neuerlichen Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage Arnolds heißt es nun: «Es haben sich in der Zwischenzeit keine wesentlichen Änderungen ergeben.» Die Regierung wolle aber mittelfristig flächendeckend Verkehrs- und Tarifverbünde aus Bus und Bahn etablieren. «Die zeitliche Perspektive ist in den einzelnen Verkehrsräumen unterschiedlich.» Ein einheitlicher Verkehrs- und Tarifverbund komme für den Freistaat wegen seiner Größe nicht infrage.