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SPD: Verdopplung der Fördergelder für Schwimmbadsanierungen

München (dpa/lby) – Die Landtags-SPD fordert eine Verdopplung der staatlichen Fördermittel zur Sanierung maroder Schwimmbäder in Bayern. Das im Haushalt vorgesehene Geld reiche nicht aus und die Förderhöhe sei zu gering, kritisierte der kommunalpolitische Sprecher Klaus Adelt. Die Kommunen erhielten durchschnittlich nur etwa 25 Prozent der tatsächlichen Kosten. «Diese Förderung ist ein schlechter Witz. So hält man das Schwimmbadsterben nicht auf», sagte Adelt. Das Förderprogramm für Städte und Gemeinden erfülle seinen Zweck nicht.

Adelt beruft sich bei seiner Kritik auf eine Antwort des Bauministeriums auf eine Anfrage der SPD. Daraus geht hervor, dass bis Mitte Juli insgesamt 66 Förderanträge von Kommunen einreicht wurden. Im ersten Jahr seien insgesamt 61 Millionen Euro beantragt worden, rechnete Adelt vor. Im Doppelhaushalt 2020/21 stünden aber für die Schwimmbadförderung nur 40,25 Millionen Euro zur Verfügung, also etwa 20 Millionen pro Jahr. Damit sei das Förderprogramm «massiv überzeichnet», klagte er. Das sei sehr enttäuschend. «Denn in Bayern müsste jedes zweite Schwimmbad saniert werden. Die Kosten summieren sich bereits jetzt auf etwa eine Milliarde Euro», sagte Adelt.

Von etwa 860 Schwimmbädern sind laut SPD 447 sanierungsbedürftig, 53 Bäder sind demnach wegen massiver Mängel von der Schließung bedroht.