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Spahn befürwortet weitere Einschränkungen für Tabakwerbung

Berlin (dpa) – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn befürwortet eine stärkere Eindämmung der Werbung für Tabakprodukte. Er unterstütze Vorschläge, die Tabakwerbung weiter einzuschränken, sagte der CDU-Politiker dem Magazin «Der Spiegel».

Ein Fünftel aller neuen Krebserkrankungen lasse sich allein aufs Rauchen zurückführen. Vor allem junge Menschen müssten davon überzeugt werden, «dass Rauchen überhaupt nicht cool, sondern sehr schädlich ist».

In die lange festgefahrene Debatte um ein Verbot der Tabakwerbung auf Plakatflächen ist Bewegung gekommen. Die Fachpolitiker der Union einigten sich nun darauf, dass die bestehenden Beschränkungen auch auf Außenwerbung ausgeweitet werden sollten. Es solle aber nicht um ein Pauschalverbot gehen. In der vorigen Wahlperiode war ein Anlauf für ein Außenwerbeverbot am Widerstand der Union gescheitert. Das Kabinett stimmte 2016 einem Entwurf zu, ein Gesetz wurde daraus nie.

Für einen möglichen neuen Anlauf sieht die auch für gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständige Ministerin Julia Klöckner (CDU) nun den Bundestag am Zug. Der SPD-Fachpolitiker Rainer Spiering rief wiederum Klöckner auf, den Gesetzentwurf von 2016 unverzüglich neu aufzulegen.