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Soziales Pflichtjahr: Was sagen die regionalen Verbände dazu?

Die Wehrpflicht gibt es seit über zehn Jahren nicht mehr. Viele Deutsche können sich aber offenbar ein soziales Pflichtjahr vorstellen. Dann müssten junge Erwachsene ein Jahr in sozialen Einrichtungen arbeiten. Wie stehen die Sozialverbände in der Region zu einem sozialen Pflichtjahr?

So eine Arbeit muss aus Überzeugung kommen, findet Marion Ühla-Mayer von der AWO in Hof. Immerhin gebe es ja bereits die Möglichkeit eines Freiwilligen Sozialen Jahres. Daher ist sie eher gegen ein soziales Pflichtjahr:

Bert Horn, Bürgermeister in Bad Steben und Kreisvorsitzender des Sozialverbands VdK in Hof sieht das anders. Zwar gebe es auch viele organisatorische Hürden bei einer Einführung. Er kann sich ein soziales Pflichtjahr aber gut vorstellen:

Für Martin Abt von der Diakonie Hochfranken kommt es vor allem auf das Motiv für die Einführung an. Als Ergänzung zur sozialen Arbeit und für den Zusammenhalt der Gesellschaft könnte auch er sich ein solches Jahr vorstellen. Aber:

Alle drei sind sich aber einig: Den Fachkräftemangel wird ein soziales Pflichtjahr nicht lösen. Immerhin brauche es für die Arbeit gut ausgebildete Fachkräfte.