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Söder: «Wir haben unseren Biorhythmus mit den Ferien»

München (dpa) – In der Diskussion um eine Neuordnung der Termine für die Sommerferien in Deutschland hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Sonderregelung für sein Bundesland verteidigt. «Wir haben unseren Biorhythmus mit den Ferien – den wollen wir gern behalten», sagte Söder am Mittwochabend beim «Bild»-«Townhall-Talk» in München. «Wir haben das schon immer so gemacht – das hat sich gut bewährt.» Hamburg und Berlin machen sich dagegen für neue Regeln bei den Sommerferien stark.

Ihr Ziel ist es, die freien Tage zeitlich weniger zu strecken. Generell sollen die Sommerferien demnach erst ab 1. Juli beginnen. Außerdem sollen die unterschiedlichen Termine der Länder enger zusammenrücken und die jährlichen Verschiebungen möglichst gering ausfallen.

Auf die Frage von «Bild»-Chefredakteur Julian Reichelt, ob der nächste Bundeskanzler ein Bayer werden könne, sagte Söder: «Der Platz des Bayern ist da, wo er hingehört, meine Politik ist in Bayern, nicht in Berlin.» Ein Bayer funktioniere gut in Bayern – nicht in Husum oder Hannover. «Ich bleib hier, da fühl ich mich daheim, da bleib ich.»

Zur Führungsfrage in der SPD sagte Söder: «Ich hoffe, dass Olaf Scholz gewinnt.» Ob er das auch glaubt? «Ich glaube an den lieben Gott, aber nicht an die SPD.» Die SPD will an diesem Samstag das Ergebnis der Stichwahl in der Basis für den neuen Parteivorsitz bekanntgeben. Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz tritt im Duo mit Klara Geywitz gegen Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an.