Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender., © Sven Hoppe/dpa

Söder hatte dank erster Liebe «Romantik-Tinnitus»

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) litt bei seiner ersten Liebe an «Romantik-Tinnitus». «Meine allererste Freundin war Jennifer-Rush-Fan», sagte er am Samstagabend bei der Feier zum 70. Geburtstag von Leslie Mandoki in München etwas vorwurfsvoll an die Adresse des Gastgebers gerichtet. Entsprechend oft habe er ihre Musik hören müssen. Mandoki hatte nach Angaben Söders mit Rush zusammengearbeitet und das nehme er ihm «schon ein bisschen übel».

Ansonsten würdigte er den gebürtigen Ungarn aber als herausragenden Musiker und jemanden, dem es gelinge, die Menschen zusammenzubringen. Das zeige sich auch an der Gästeliste zu dessen Geburtstag, sagte Söder: «Armin Laschet und ich sind heute beide da.»

CSU-Chef Söder und der damalige CDU-Vorsitzende Armin Laschet hatten sich vor der vergangenen Bundestagswahl einen teils hitzigen Kampf um die Kanzlerkandidatur der Union geliefert. Söder unterlag in diesem Kampf, Laschet dann in der Bundestagswahl gegen den neuen SPD-Kanzler Olaf Scholz.

Laschet hatte aber nach eigenen Angaben trotzdem kein Problem damit, am Abend auf seinen alten Widersacher zu treffen, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte: «Ich werde sagen: Grüß Gott, Servus. Ich habe ja in München studiert und weiß, wie man den Ministerpräsidenten begrüßt.»

Söder kam nicht mit leeren Händen zum runden Geburtstag Mandokis: Er schenkte dem Musiker mit dem auffallend langen Haar einen Rucksack vom G7-Gipfel auf Schloss Elmau in diesem Jahr – und einen Gutschein «für einen der besten Barber-Shops, die es in München gibt».