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Söder fordert mehr «seelische Solidarität»

Nürnberg (dpa/lby) – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat fehlenden Zusammenhalt in der Gesellschaft beklagt. Was ihm fehle, sei «seelische Solidarität» der Menschen untereinander, sagte er am Mittwochabend in der Nürnberger Peterskirche beim «Sozialpolitischen Buß- und Bettag». Es brauche mehr Nächstenliebe, sagte er. Zudem bedauerte er die Abschaffung von Wehrpflicht und Zivildienst. Die Idee, dass der Einzelne der Gemeinschaft etwas zurückgebe, sollte erhalten bleiben.

Während draußen Verdi-Vertreter mehr Personal in der Altenpflege forderten, machte Söder drinnen die pflegenden Angehörigen zum Thema und lobte Errungenschaften wie das bayerische Pflegegeld. Zu der Diskussionsrunde über die «solidarische Stadtgesellschaft» hatten acht Nürnberger Sozialverbände, Kirchen und Gewerkschaften Söder und den Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) eingeladen.