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Skigebiete rüsten sich für die Wintersaison

Garmisch-Partenkirchen (dpa) – Nach gut eineinhalbjähriger Pause wegen Corona sollen an der Zugspitze am Freitag (19. November) wieder Lifte laufen und Skifahrer ihre Schwünge ziehen. Das Skigebiet wird das erste dieser Wintersaison sein, das in Deutschland öffnet.

Nur Geimpfte und Genesene dürfen dann vorerst in die Bergbahnen an Deutschlands höchstem Berg steigen. In Bayern gilt der Katastrophenfall, die Krankenhaus-Ampel steht auf Rot. Die Kabinen fahren maximal mit zwei Drittel der Gäste – für mehr Abstand.

Wie das in anderen deutschen Skigebieten sein wird, ist noch offen. Mit Skitagen in Österreich wird es erst einmal schwierig: Fast das ganze Nachbarland ist seit Freitag als Hochrisikogebiete eingestuft.

Auch hierzulande steigen die Inzidenzen rasant. Man richte sich nach den behördlichen Vorgaben, heißt es bei den Liftbetreibern. Es fehle jedoch die Planungssicherheit, da sich die Regeln ständig änderten.

Derzeit laufen an der Zugspitze (2962 Meter) die letzten Vorbereitungen. Der Schnee vom vergangenen Jahr, in geschützten Mulden und nordseitigen Lagen als Depot zusammengeschoben, muss verteilt werden, damit am nächsten Freitag zumindest die Pisten an den beiden Sesselliften genutzt werden können, auch wenn kein Neuschnee kommt. Schneekanonen gibt es hier nicht.

In tieferen Lagen sind die Pisten vielfach noch grün, aber es soll Schnee kommen. Zu Weihnachten sollen – so die Hoffnung der Liftbetreiber – in den meisten Gebieten die Lifte laufen. Der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte bezifferte die Verluste seiner Mitglieder in der vergangenen Saison auf geschätzt 99 Millionen Euro.

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