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«Singende Bürgermeisterin» Schmid scheitert in Leonberg

Leonberg (dpa/lsw) – Die als «singende Bürgermeisterin» aus Niederbayern bekanntgewordene Josefa Schmid ist mit ihrer Bewerbung als Finanzbürgermeisterin im baden-württembergischen Leonberg (Kreis Böblingen) gescheitert. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, erreichte sie im ersten Wahlgang des Gemeinderats die drittmeisten Stimmen und trat zum zweiten nicht mehr an. Die 46 Jahre alte FDP-Kommunalpolitikerin war bis Frühjahr 2020 Bürgermeisterin von Kollnburg (Kreis Regen) im Bayerischen Wald.

Schmid hatte den Hit «Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk» des österreichischen Sängers Rainhard Fendrich gecovered und geriet als Chefin der Bremer Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge wegen der Debatte um möglicherweise manipulierte Asylbescheide bundesweit in die Schlagzeilen. Aufsehen erregte sie außerdem mit einer Anzeige im «Deutschen Ärzteblatt». In der Annonce warb sie um einen neuen Hausarzt für Kollnburg und merkte im Zuge dessen an: «Die Bürgermeisterin ist noch unverheiratet!»