Selenskyj, Tichanowskaja und Owsjannikowa ausgezeichnet

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja und die russische Journalistin Marina Owsjannikowa erhalten in diesem Jahr den «Freiheitspreis der Medien». Die Auszeichnung sei in diesem Jahr dem Freiheitskampf in Osteuropa gewidmet, teilte die Weimer Media Group (WMG) mit.

Der Preis wird am Freitag auf dem von der Weimer Media Group veranstalteten Ludwig-Erhard-Gipfel in Gmund am Tegernsee verliehen, Tichanowskaja soll live zugeschaltet werden. Die Laudatio will der CSU-Europapolitiker Manfred Weber halten.

«Es sind Ukrainerinnen und Ukrainer, Belarussinnen und Belarussen und auch Russinnen und Russen, die in Osteuropa an der Front gegen das Böse, gegen Krieg und Tyrannei stehen und ihre, aber auch unsere Freiheit tapfer verteidigen. Mit Worten, mit Taten, mit großem Mut – und mit ihrem Leben», heißt es in der Begründung der Jury. Die Welt, Europa und Deutschland erlebten eine Zeitenwende, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges einmal mehr über Frieden und Freiheit, über Wahrheit und Unrecht entscheide.

Der Preis wird in diesem Jahr zum achten Mal verliehen. Er geht an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich in besonderer Weise für die freie Meinungsäußerung, das gesellschaftliche Miteinander, den politischen Dialog und die Demokratie einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Osterreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz, Michail Gorbatschow, Reinhard Kardinal Marx, Christian Lindner, Jens Weidmann, Jean-Claude Juncker und Fürst Albert II. von Monaco.

Der Ludwig-Erhard-Gipfel findet am Donnerstag und Freitag am Tegernsee statt. Als Redner werden unter anderem Ex-Bundespräsident Joachim Gauck, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), CDU-Chef Friedrich Merz, SPD-Chef Lars Klingbeil, Grünen-Chefin Ricarda Lang und Großbritanniens Energieminister Greg Hands sowie Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg erwartet. Auch BDI-Präsident Siegfried Russwurm, Ifo-Präsident Clemens Fuest und Audi-Chef Markus Duesmann haben ihre Teilnahme zugesagt.