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Seehofer: CSU behält Sonderrolle mit starkem eigenen Profil

München (dpa) – CSU-Chef Horst Seehofer sieht seine Partei auch nach dem Einbruch bei der Landtagswahl in einer bundespolitischen Sonderstellung. «Nein», sagte er vor einer CSU-Vorstandssitzung am Montag in München auf die Frage, ob dieser besondere Status Geschichte sei. Zum einen habe die CSU «einen sehr deutlichen Regierungsauftrag». Zum anderen spiele sie mit den 37,2 Prozent, obwohl diese nicht gut seien, «immer noch – auch innerhalb der politischen Landschaft Deutschlands – eine besondere Rolle».

Auch in der Bundesregierung werde die CSU ihre Arbeitsweise nicht verändern. «Die CSU wird immer ein Partner mit einem starken eigenen Profil bleiben, wir werden jetzt nicht Monate oder jahrelang schweigen, sondern aktiv, konstruktiv in dieser Bundesregierung und Koalition mitarbeiten, aber wir müssen einiges auflösen», sagte Seehofer. Grundlage dafür sei der Koalitionsvertrag, in dem noch eine Menge auf die Realisierung warte, «auch in meinem eigenen Zuständigkeitsbereich».