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Sechs Anrufer pro Tag beim Männerhilfetelefon

München (dpa) – Sechs Monate nach der gemeinsamen Einrichtung eines Männerhilfetelefons sehen Bayern und Nordrhein-Westfalen den Bedarf bestätigt. Aktuell würden jeden Tag etwa sechs Anrufe eingehen, teilte das bayerische Sozialministerium mit. Am häufigsten melden sich Männer, die psychische Gewalt erfahren. Über die Hälfte der Anrufer berichtet von körperlicher Gewalt.

«Von Gewalt betroffene Männer sind nach wie vor ein Tabuthema in unserer Gesellschaft», sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). In Deutschland machen Männer laut dem Ministerium einen geschätzten Anteil von knapp 20 Prozent der Betroffenen von häuslicher und sexualisierter Gewalt aus.

Das deutschlandweite Hotline «Gewalt an Männern» wird durch die AWO in Augsburg und die Beratungsstelle man-o-mann in Bielefeld betrieben und durch das bayerische Sozialministerium und das nordrhein-westfälische Gleichstellungsministerium gefördert.