Schnell mit dem Zug nach Prag: Freistaat Bayern soll in Vorkasse gehen

Die tschechische Hauptstadt Prag ist an Hof oder Marktredwitz näher dran, als Berlin oder München. Und trotzdem dauerts mit dem Zug immer noch gefühlt ewig oder man muss mehrmals umsteigen, möchte man die Goldene Stadt besuchen. Der Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Markus Rinderspacher von der SPD, kritisiert diesen Zustand. Er sagt: Die Bahnverbindungen zwischen Bayern und Böhmen sind immer noch so schlecht wie zu Zeiten des Kalten Krieges.

Immerhin: Die Strecke von Nürnberg über Marktredwitz und Schirnding soll irgendwann mal elektrifiziert werden. Den Bedarf hat der Bund schon erkannt. Dass es schnelle Verbesserungen gibt, ist aber unwahrscheinlich. Das würde bis zu 2,5 Milliarden Euro kosten, wie eine Anfrage von Rinderspacher beim Bayerischen Verkehrsministerium ergeben hat. Er fordert deshalb, dass der Freistaat Einzelmaßnahmen vorfinanzieren soll, damits von den Metropolregionen Nürnberg und München künftig schneller nach Prag geht – und damit auch von Hochfranken aus.