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Schneechaos: Rotes Kreuz und THW versorgten Autofahrer

Bernau am Chiemsee/München (dpa/lby) – Zahlreiche Menschen haben in der Nacht zu Freitag über mehrere Stunden hinweg bei starkem Schneefall in ihren Fahrzeugen auf der Autobahn 8 im Landkreis Rosenheim ausharren müssen. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Bernau am Chiemsee und Frasdorf in Richtung München kam der Verkehr wegen Schneeglätte und querstehender Lastwagen am Donnerstagabend komplett zum Erliegen. Erst in den frühen Morgenstunden konnten Pkw und Lkw nach und nach wieder anfahren, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Da der Schneefall nachgelassen habe, gebe es aktuell keine Probleme mehr. «Im Moment sieht man sogar wieder den Asphalt», sagte ein Sprecher.

Bis sich der Stau aufgelöst hatte, seien mehrere Stunden vergangen. «Teilweise mussten wir Lkw-Fahrer aufwecken», sagte ein Sprecher. «Das dauerte etwas, bis die ihre Lastwagen wieder in Bewegung setzen konnten.» Über wie viele Stunden der Stau genau andauerte, konnte er zunächst nicht sagen.

Freitagnacht hatte die Polizei die Situation auf der A8 als «sehr schwierig» bezeichnet. Experten mit Bergungs- und Abschleppgerät seien am Ort gewesen, um die Lastwagen zu bergen, hieß es. Der Verkehr staute sich auf mehreren Kilometern, Details nannte die Polizei nicht. Eine Umleitung war eingerichtet.

Sowohl das Bayerische Rote Kreuz als auch das Technische Hilfswerk waren im Einsatz und bauten Pflegestützpunkte auf. Die Helfer seien den Stau abgegangen und hätten die Menschen versorgt, so ein Polizeisprecher. Das Rote Kreuz twitterte, dass unter anderem für warme Getränke gesorgt wurde.

Im Verlauf des Donnerstags war es immer wieder zu Problemen auf der A8 gekommen. So staute es sich wegen der schwierigen Witterungsbedingungen unter anderem am frühen Abend zwischen Rosenheim West und Frasdorf in Richtung Salzburg. Zeitweise sei über eine Strecke von 21 Kilometern hinweg überhaupt nichts mehr voran gegangen, hieß es bei der Polizei. Durch den nachlassenden Schneefall seien aber aller Voraussicht nach zumindest bis zum Freitagvormittag keine größeren Probleme zu erwarten.

Auch im übrigen südlichen Bayern beruhigte sich die Glätte- und Rutschgefahr auf den Straßen zunächst. Zwar meldeten die Polizeistationen am Morgen in nördlichen Oberbayern und Schwaben vereinzelt Unfälle, allesamt seien diese aber ohne größere Sachschäden oder Verletzte ausgegangen. In Niederbayern kam es in der Nacht vereinzelt zu Einsätzen wegen Bäumen, die wegen der hohen Schneelast auf Straßen oder Stromleitungen gefallen waren, wie ein Polizeisprecher mitteilte.