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Schlussworte von Doping-Arzt: Möchte wieder in Praxis zurück

München (dpa) – Der Doping-Mediziner Mark S. möchte nach dem Prozess in München und einer möglichen weiteren Haftstrafe wieder in seine reguläre Praxis nach Erfurt zurückkehren. Das sagte der 42-Jährige nach den Plädoyers am Freitag in seinen letzten Ausführungen, bevor das Gericht in der nächsten Woche ein Urteil fällt. Viele Hundert Patienten in seiner Praxis, die auch in seinem Wohnviertel liege, vermissten ihn, wie er erzählte. «Ich hoffe, dass ich irgendwann wieder zurückkommen kann», sagte Mark S. in einer emotionalen Rede.

Ob sein Wunsch in Erfüllung geht, hängt davon ab, wie lange er noch im Gefängnis bleiben muss und vor allem, ob die Strafkammer danach ein Berufsverbot ausspricht. Die Staatsanwaltschaft fordert fünfeinhalb Jahre Haft, die Verteidigung will rund drei Jahre und ihren Mandanten damit schon bald freibekommen. Mark S. sitzt seit einer Razzia im Februar in Untersuchungshaft in München.

Neben seinem regulären Job als Hausarzt hatte er jahrelang an etlichen Sportlern Blutdoping betrieben. «Ich bin falsch abgebogen und selber schuld», meinte er am Freitag und bat seine vier Mitangeklagten um Entschuldigung, dass er sie mit reingezogen habe.