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Schluss mit Niedriglohn: Wenn Arbeit allein nicht reicht

Wenn das Geld trotz Arbeit nicht zum Leben reicht – allein in der Stadt Hof hatten Ende vergangenen Jahres 425 Menschen mit diesem Schicksal zu kämpfen. Sie sind deshalb zusätzlich auf Leistungen vom Jobcenter angewiesen gewesen. Das berichtet der Deutsche Gewerkschaftsbund. Er fordert ein Ende der Niedriglohnpolitik. Vollzeit zu arbeiten und trotzdem zum Amt zu müssen, ist für viele Beschäftigte entwürdigend, erklärt Mathias Eckardt, DGB-Regionsgeschäftsführer in Oberfranken. Der Staat werde dabei als Lückenbüßer für niedrige Löhne missbraucht. Die Gewerkschaft relativiert auch die gesunkenen Arbeitslosenzahlen in der Region: die seien hauptsächlich auf Leiharbeit, Teilzeit- und Minijobs zurückzuführen. Diese Beschäftigungsformen wiederum erhöhen das Risiko, auf zusätzliche Leistungen angewiesen zu sein.