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Schlechte Prognosen für Zuckerrübe-Ernte

Ochsenfurt (dpa/lby) – Die Zuckerrüben-Ernte könnte in diesem Jahr in vielen Teilen Süddeutschlands erneut schlecht ausfallen. «Wir erwarten einen bis zu 20 Prozent geringeren Rüben-Ertrag pro Hektar», sagte Fred Zeller, Geschäftsführer vom Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer, am Dienstag. Neben Trockenheit und Hitze tragen auch Pflanzenkrankheiten zu den geringeren Erträgen bei. Eine gute bis sehr gute Ernte wird hingegen in den Anbaugebieten südlich der Donau erwartet, wo es ausreichend regnete.

Wegen Trockenheit war schon 2018 und 2019 die Zuckerrüben-Ernte gering ausgefallen. «Eigentlich haben wir mit die besten Anbau-Voraussetzungen in ganz Europa», sagte Zeller. «Wir haben Böden, die gut mit Trockenheit zurecht kommen – wenn sie nicht drei Jahre am Stück anhält.»

Vor allem die Vergilbungskrankheit, eine Viruskrankheit übertragen von Blattläusen, mache den Landwirten zu schaffen. «Wir Rübenanbauer in Deutschland haben die restriktivsten Pflanzenschutzmittel-Vorgaben in ganz Europa, sodass wir uns gegen diese «Bioaggressoren» kaum zur Wehr setzen können», sagte Zeller.