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Sanierung der Münchner Glyptothek nach drei Jahren beendet

München (dpa/lby) – Die umfassende Sanierung der Münchner Glyptothek ist nach knapp drei Jahren abgeschlossen. Das Museum für griechische und römische Skulpturen glänzt nun auch mit seiner wiederhergestellten, ursprünglichen Fassade, die einem griechischen Tempel nachempfunden ist, wie das bayerische Kunstministerium am Sonntag mitteilte. «Die Glyptothek zählt mit ihrer Skulpturensammlung von Weltrang zu den international führenden Museen für antike Kunst. Dabei ist nicht nur die weltbekannte Skulpturenkunst ein Highlight, sondern gleichermaßen der klassizistische Museumsbau selbst», sagte Minister Bernd Sibler (CSU).

«Mit einer Bauzeit von knapp drei Jahren und einem Gesamtbudget von 17 Millionen Euro ist das Projekt im Kosten- und Zeitrahmen geblieben und damit beispielgebend für eine gelungene Museumssanierung», lobte Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU). «Wir haben besonders viel Wert darauf gelegt, die Fassade, die in der Nachkriegszeit nur notdürftig repariert worden war, gemäß den Originalplänen wiederherzustellen. Damit kommt die klassizistische Architektur wieder richtig zur Geltung.» Die Innenräume waren für Besucher bereits seit März wieder geöffnet.

Die Glyptothek wurde von 1816 bis 1830 nach den Plänen des Architekten Leo von Klenze im Auftrag des bayerischen Königs errichtet und diente als Ausstellungsgebäude für dessen Sammlung griechischer und römischer Skulpturen. Das Gebäude wurde bei Bombenangriffen im Jahre 1944 teilweise stark beschädigt.

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