Eine Arbeitsplattform (l) ist an einem Felsen unterhalb der Marienbrücke befestigt., © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Sanierte Marienbrücke bei Neuschwanstein wieder geöffnet

Einer der beliebtesten Aussichtspunkte bei Schloss Neuschwanstein ist ab sofort wieder zugänglich. Nach Sanierungsarbeiten ist die Marienbrücke über die Pöllatschlucht in Schwangau (Landkreis Ostallgäu) wieder für Fußgänger geöffnet, wie das bayerische Finanzministerium in München am Donnerstag mitteilte. Mit rund 500.000 Euro habe die Sanierung deutlich weniger gekostet als die ursprünglich geplanten knapp 600.000 Euro.

An der vor allem bei Touristen beliebten Brücke waren im Februar 2021 statische Probleme entdeckt worden. Seitdem war die Brücke gesperrt. Erst Mitte Mai begann die aufwendige Sanierung, die letztlich gut zweieinhalb Monate dauerte. Dafür mussten neun Felsanker ersetzt oder neu in die Felsen über der Schlucht gebohrt werden. Die bis zu 15 Meter langen Anker wurden dem Ministerium zufolge mit 81 Hubschrauberflügen an die etwa 90 Meter hohe Brücke gebracht.

Die Marienbrücke hatte Bayerns König Maximilian II. in den 1850er Jahren als hölzernen Reitsteg für seine Frau Marie errichtet. Sein Sohn König Ludwig II. ersetzte diesen durch eine Eisenkonstruktion. 1978 musste die Brücke neu gebaut werden.