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Sana Klinikum Hof: Einzigartiges Gerät für Herzpatienten

Es sieht für Laien nach teurem Spielzeug aus, für Patienten ist es aber überlebenswichtig: Die technischen Geräte in Krankenhäusern arbeiten immer feiner, Ärzte erkennen damit in kürzerer Zeit, was dem Patienten fehlt. So hat das Sana Klinikum Hof jetzt ein neues kardiales 3D-Mapping-System – also ein dreidimensionales Kartierungssystem für Herzrhythmusstörungen. Das System ist weltweit ganz neu. Neben dem Deutschen Herzzentrum München ist das Hofer Sana Klinikum erst die zweite Klinik in Bayern, die damit arbeitet. Das sogenannte EnSite X soll den Therapieerfolg steigern, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums. Falls ihr genauer wissen wollt, wie das System funktioniert:

Auszug aus der Pressemitteilung des Sana Klinikums Hof:

Das neue kardiale Mapping-System EnSite X der Firma Abbott baut auf den aktuellen Stand der Elektrophysiologie auf. Es wurde basierend auf dem Feedback von Ärzten entwickelt, um sowohl den aktuellen Bedürfnissen als auch den künftigen Möglichkeiten bei kardialen Ablationsverfahren gerecht zu werden. Bei der Ablation am Herzen werden durch Kälte- oder Hitzeeinwirkung gezielt Narben in jenen Zellen des Herzmuskels verursacht, die die elektrische Erregung leiten oder erzeugen. So können Muskelerregungen unterbunden werden, die den normalen Herzrhythmus stören. Das neu implementierte System ist das Einzige, das die Möglichkeit bietet, die Herzanatomie auf zwei verschiedenen Wegen mit nur einer Plattform zu erfassen. Elektrophysiologen können nun eine Karte „Map“ des Herzens erstellt und sich so ein klares Bild von den elektrischen Signalen machen, die die Herzrhythmen steuern.

„Sobald eine Map erstellt ist, können wir elektrische Störungen sowie Bereiche des Herzens, die Herzrhythmusprobleme verursachen, identifizieren und die Ablation zur Behandlung der Herzrhythmusstörungen einsetzen“, so MUDr. Karim Kabir, leitender Oberarzt und Leiter der Rhythmusabteilung am Sana Klinikum Hof. Das neue Mapping- System verfügt über fortschrittliche Bildgebungsfunktionen, welche die Darstellung eines dreidimensionalen Modells der Herzanatomie des Patienten in Echtzeit ermöglicht. Durch die noch genauere Lokalisation des Ursprungs der Herzrhythmusstörungen können diese noch besser und schneller beseitigt werden. „Für den Patienten bedeutet dies eine Verkürzung der Untersuchungsdauer und eine erhöhte Zuverlässigkeit des Therapieerfolges. Für den Patienten entstehen keine zusätzlichen Kosten.“, betont Chefarzt Prof. Dr. Sinha. Wie läuft der Eingriff ab? In der Regel wird im Rahmen eines Vorgesprächs in unserer vorstationären Sprechstunde die Notwendigkeit des Eingriffes festgestellt, die Aufklärung für den Eingriff vorgenommen, eine Blutentnahme durchgeführt und ein Termin zur stationären Aufnahme vereinbart. Bevorzugter Einsatzbereich ist die Behandlung von Vorhofflimmern, so genannte Pulmonalvenenisolation, aber auch jeder anderen Herzrhythmusstörung. „Das EnSite X System ist fester Bestandteil des Eingriffs und wird routinemäßig eingesetzt.

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