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Rituelle Gewalt: Plauener Karo Verein will mehr Aufklärung

Den meisten Betroffenen glaubt man nicht. Das ist das Problem bei Ritueller Gewalt – einer besonders schweren Form von Missbrauch. Der Verein Karo in Plauen will dafür sorgen, dass Opfer künftig noch schneller Hilfe bekommen.

70 Prozent der Betroffenen bekommen falsche Diagnosen und Behandlungen, hieß es bei einem Arbeitskreistreffen in Plauen. Karo plant deshalb ab Herbst kostenlose Schulungen für unterschiedliche Behörden zum Thema. Ziel ist es, traumatisierte Opfer zu stabilisieren und ihnen professionelle Hilfe zu geben. Seit vier Jahren bietet Karo eine Beratungsstelle für Opfer Ritueller Gewalt an. Rund 150 Gespräche führt der Verein nach eigenen Angaben jedes Jahr, Tendenz steigend. An dem Treffen nahmen Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Polizisten und Mitarbeiter von Frauenhäusern und Jugendämtern teil.