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«Rita Falks Mordsgschichtn» bei Sky

München (dpa) – Mit ihren schwarzhumorigen Krimis um den bayerischen Dorfpolizisten Franz Eberhofer begeistert Autorin Rita Falk Millionen Leser und Kinobesucher. Woher sie die Ideen für ihre Bücher nimmt, verrät sie in einer Dokumentation des Bezahlsenders Sky Deutschland.

In «Rita Falks Mordsgschichtn» begleitet Filmemacher Victor Grandits die Recherchen der Autorin zu einem tatsächlichen Mordfall im oberbayerischen Landkreis Erding aus dem Jahr 2008, der nach Sky-Angaben Vorlage für ein neues Buch sein soll.

Ein Arzt als zweifacher Mörder, der zweimal zu lebenslänglicher Haft verurteilt wird. Den Ermittlern von damals ist der Mann nicht allein wegen seiner kaltblütigen Verbrechen, sondern auch wegen seines arroganten, überheblichen Verhaltens in Erinnerung.

«Der Fall hat mich fasziniert», sagt Rita Falk. Bei ihren Recherchen reist sie, wie sie erzählt, gedanklich in den fiktiven Ort Niederkaltenkirchen aus ihren Romanen und stellt sich vor, «wie der Franz reagieren würde». Und dann könne es eben passieren, «dass der Franz irgendwann einmal in einer ganz ähnlichen Sache ermittelt».

Für die Doku trifft die Autorin im Frühjahr 2021 die Ermittler und Psychologen von damals. Auch Zeugen und eine frühere Ehefrau des Täters kommen zu Wort.

Der Tod eines abgeschieden lebenden Finanzbeamten hatte der Polizei 2008 Rätsel aufgegeben. Das Opfer war mit einem Kopfschuss getötet worden, eine Tatwaffe nicht auffindbar. Ein verdächtiges, weil möglicherweise gefälschtes Testament bietet der Polizei eine Spur.

Der Arzt tritt erstmals in Erscheinung, denn seine Freundin sollte die Begünstigte in dem Testament sein. In den 1980er Jahren hatte der Arzt bereits einen Mord aus Habgier begangen – er hatte seine eigene Praxis angezündet, um an die Versicherungssumme zu kommen und zuvor den Vermieter als möglichen Zeugen ermordet. Dafür saß er 17 Jahre lang im Gefängnis.

2008 geriet er also wieder in Verdacht. Hatte er nur kurz nach seiner Haftentlassung erneut aus Geldgier getötet? Mit falschen Spuren, die er legte, lieferte er den Ermittlern aber schließlich den entscheidenden Hinweis auf sich selbst. Der Mann sei doch etwas zu verliebt in seine – vermeintlich – geniale Planungsqualität gewesen und habe zu dick aufgetragen, sagt einer der Ermittler rückblickend.

Im Roman wird es dann wohl Dorfpolizist Franz Eberhofer sein, der die Puzzleteile in diesem schier unglaublichen Fall zusammensetzen muss.

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