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Reuter zu Causa Danso: «Nicht unter Preis abgeben»

Walchsee/Augsburg (dpa) – Der FC Augsburg macht Abwehrspieler Kevin Danso wenig Hoffnung, sich zu einem anderen Verein streiken zu können. Der österreichische Fußball-Nationalspieler war am Donnerstag vom Trainingslager in Tirol zurück nach Augsburg geschickt worden, nachdem er den Clubverantwortlichen sagte, dass er nicht mehr für den FCA trainieren und spielen könne. Der 22-Jährige will damit wohl einen Wechsel erzwingen; der RC Lens will ihn haben. Geschäftsführer Stefan Reuter sagte dazu der «Augsburger Allgemeinen» (Samstag): «Wir werden abwarten und ihn auf keinen Fall unter Preis abgeben.»

Zugleich bestätigte der Manager die Offerte der Franzosen für den Innenverteidiger. «Ja, das stimmt. Es stimmt aber nicht, dass sich das Angebot im mittleren Millionenbereich bewegt. Es ist überhaupt nicht marktgerecht», unterstrich Reuter. «Wenn ein Spieler uns verlassen will und ein marktgerechtes Angebot besteht, werden wir uns damit beschäftigen. Wir haben bisher bei weitem noch kein marktgerechtes Angebot vorliegen.» Danso kommt aus der Jugend des FCA, war zuletzt aber Southampton und Fortuna Düsseldorf ausgeliehen.

Seine Entscheidung nach guten Trainingseindrücken kam für die Augsburger «überraschend und ist sehr schade», sagte Reuter. Für den Ex-Profi war der Vorfall eine Premiere. «Ich habe häufiger darüber gelesen, es aber noch nie erlebt.» Danso sei aber nicht suspendiert oder ausgeschlossen. Nächste Woche soll es Gespräche geben, hieß es.

Die Entwicklung ist insofern überraschend, als dass der Österreicher durch die Ausfälle zum Saisonstart von Felix Uduokhai (Olympia) und Reece Oxford (Knieverletzung) gute Chancen hatte zu spielen.

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