Rekommunalisierung von Paracelsus-Standorten ist vom Tisch

Eine Woche nach Bekanntgabe des Verkaufs der insolventen Klinikgruppe Paracelsus an eine Gesellschaft aus der Schweiz scheint eine kommunale Rettung in Sachsen passé. Die Linkspartei hatte zuletzt eine Rekommunalisierung ins Spiel gebracht. Im Vogtlandkreis gab es einen entsprechenden Antrag für die Standorte in Reichenbach und Adorf/Schöneck. Mit dem Verkauf an die Beteiligungsgesellschaft Porterhouse Group AG bestehe für eine Rekommunalisierung momentan kein weiterer Handlungsbedarf, hieß es auf dpa-Anfrage aus dem Landratsamt in Plauen. Auch für den Standort Zwickau ist das Thema demnach vom Tisch. Die vogtländische Linken-Landtagsabgeordnete Janina Pfau befürchtet im Falle einer Schließung der Klinik in Reichenbach mit 180 Betten und 300 Mitarbeitern eine weitere Zuspitzung in der medizinisch bereits unterversorgten Region. Sachsenweit beschäftigt Paracelsus nach eigenen Angaben an fünf Standorten mehr als 1.200 Vollzeitkräfte.