© Maurizio Gambarini

Regisseur Castorf debütiert an der Bayerischen Staatsoper

München (dpa/lby) – Mit der selten gespielten Oper «Aus einem Totenhaus» von Leos Janácek gibt der Berliner Opern- und Theaterregisseur Frank Castorf heute sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper. Vor allem mit seiner Inszenierung von Richard Wagners «Der Ring des Nibelungen» bei den Bayreuther Festspielen zusammen mit Kirill Petrenko, dem Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, hatte der für seine drastischen Bilder und Regieeinfälle bekannte frühere Leiter der Berliner Volksbühne Aufsehen erregt. Musikalisch geleitet wird der Abend von der australischen Dirigentin Simone Young.

Die letzte Oper des tschechischen Komponisten Janácek (1854-1928) ist selbst ein drastisches, düsteres Werk. Es schildert den Alltag und die Seelenzustände von Gefangenen eines russischen Arbeitslagers. Grundlage der fast ausschließlich von Männerstimmen gesungenen Oper sind die Aufzeichnungen Fjodor Dostojewskis über seinen eigenen, vierjährigen Aufenthalt in einem zaristischen Straflager.